Gedichte von August Wilhelm Schlegel (deutscher Literaturhistoriker und Philosoph)

August Wilhelm Schlegel
August Wilhelm von Schlegel war ein deutscher Literaturhistoriker, Übersetzer, Schriftsteller, Indologe und Philosoph. Mit seinem Bruder Friedrich Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik.

Quelle: Wikipedia

zitat Wie reiche Schöne ward euch schönen Armen!
Nur müßt ihr euch mit anmuthsvollem Regen
Nicht bloß zur Rede, selbst beredt, bewegen:
Die Arme sind gemacht, um zu umarmen.

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August Wilhelm Schlegel

Liebe Sehnsucht Verlangen
zitat Wie vergeßlich war die Schöne,
Als sie 'unvergeßlich' sprach!
Lieblich klangen diese Töne,
Hallten mir im Herzen nach.

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August Wilhelm Schlegel

Abschied Augen Liebe Strand Vergänglichkeit
zitat Heil sei dir, Fried' und Wonne,
Alles, was mir gebricht!
Auch diese heitre Sonne
Hemmt meine Klage nicht.

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August Wilhelm Schlegel

Geduld Liebe Qualen Sonne
zitat O ich weiß, beschränkt und nichtig
Ist des Menschen Sein und Thun;
Und wir schweifen in der Irre,
Und wir finden im Gewirre
Keine Stätt', um auszuruhn.

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August Wilhelm Schlegel

Alter Küssen Liebe Ruhe Sterben Tod
zitat Es war noch Mai, da hast du sie gebrochen,
In Blumen ausgesprochen,
Selber Blüthe,
Was blühend im Gemüthe
Schon sich regte
Und heilig sich bewegte,
Was kindlich, ach! der Freund so gerne hegte,
Wenn sie ihr Herzchen legte
An das seine,
Wo ich nun ewig weine.

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August Wilhelm Schlegel

Blumen Herz Schmerzen Sehnsucht Tod Tränen Weinen
zitat Bange nicht der Thränen willen,
Die in Strömen mir entquillen,
Die ich nicht zu hemmen weiß.
Nächtlich um den Busen starrte
Und umsonst auf Sonne harrte
Aufgebirgt des Grames Eis.

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August Wilhelm Schlegel

Blumen Herz Schmerzen Seele Sonne Tränen
zitat Was ist die Liebe? Les't es, zart geschrieben,
Im Laut des Worts: es ist ein innig Leben;
Und Leben ein im Leib gefeßelt Streben,
Ein sinnlich Bild von ewig geist'gen Trieben.

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August Wilhelm Schlegel

Geist Leben Liebe Lust Streben Verlangen
zitat O daß ihr stille stündet, sel'ge Stunden!
Weil ihr verdient zu weilen, müßt ihr eilen,
Was euch vervielfacht, scheint euch zu zertheilen:
Endlos Entzücken macht euch zu Sekunden.

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August Wilhelm Schlegel

Augenblick Gegenwart Glück Zeit
zitat Es zogen Heere, donnerten Geschütze
Fernab, die starke Veste zu bestürmen,
Daß sich ihr Strom mit Leichen mußte thürmen;
Die Sommernacht erhellten Kriegesblitze.

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August Wilhelm Schlegel

Gewalt Krieg Liebe Soldaten Tod Zukunft
zitat Hörst du von den Nachtigallen
Die Gebüsche wiederhallen?
Sieh', es kam der holde Mai.
Jedes buhlt um seine Traute,
Schmelzend sagen alle Laute,
Welche Wonn' im Lieben sei.

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August Wilhelm Schlegel

Flucht Freiheit Gefangen Gewalt Herz Lust Schmerzen Seele Singen
zitat Aus fernen Landen kommen wir gezogen;
Nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren,
Doch wandern wir in unsern Silberhaaren.
Ein schöner Stern ist vor uns hergeflogen.

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August Wilhelm Schlegel

Geschenke Heimat Sterne Weihnachten Weisheit
zitat Des Freundes Zunge sprach zu der Geliebten Lippen:
Was ist's, das, mich zu bannen, euch bewegt?
Laßt mich nur Einmal euren Nektar nippen!
Ich bin ein Pfeil der keine Wunde schlägt.

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August Wilhelm Schlegel

Küssen Liebe Sehnsucht Verlangen
zitat Hebst du wieder an zu streben,
Wunsch der Lieb' in meiner Brust?
Wie die Wellen sanft sich kräuseln,
Wenn am See die Lüfte säuseln,
Wie sie um's Gestade weben,
Also schmeichelt meiner Brust
Neue Sehnsucht, neue Lust.

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August Wilhelm Schlegel

Liebe Romantik Sehnsucht
zitat Aus deinen Augen sah ich Thränen fließen:
Unglücklicher! ich hatte sie erregt,
Von zärtlichem Verlangen hingerißen
Dein Innerstes zu ungestüm bewegt.

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August Wilhelm Schlegel

Abschied Küssen Romantik Schmerzen Tränen Verlangen
zitat Quälend ungestilltes Sehnen
Pocht mir in empörter Brust.
Liebe, die mir Seel' und Sinnen
Schmeichelnd wußte zu gewinnen,
Wiegt dein zauberisches Wähnen
Nur in Träume kurzer Lust,
Und erweckt zu Thränen?

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August Wilhelm Schlegel

Liebe Lust Qualen Sehnsucht Tränen
zitat Eine holde süße Kranke
Ist mein stätiger Gedanke.

Milde Sonne, laß dich schauen!
Haltet inne, rauhe Lüfte!
Gieße deine Balsamdüfte,
Frühling, auf Toscanas Auen.
Grüne Lauben will ich bauen,
Daß sie nicht im Sturme wanke,
Diese Blume, diese Kranke.

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August Wilhelm Schlegel

Blumen Krankheit Romantik Verlangen
zitat Die Jugend flieht, die Hoffnung ist zerronnen,
Des Lebens Blüthen fallen welkend ab,
Und unerreichbar fern sind meine Wonnen,
Und stumm und einsam bin ich wie ein Grab.
Im ganzen weiten Reich der Wesen
Hast du allein die Zaubermacht,
Mich von dem Gram zu lösen,
Der jeden Trost verlacht.

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August Wilhelm Schlegel

Einsamkeit Hoffnung Jugend Romantik Schicksal Seele Treue
zitat Thauig in des Mondscheins Mantel
Liegt die stille Sommernacht,
Und ein Ritter reitet singend
Wiesenplan und Wald entlang.

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August Wilhelm Schlegel

Blumen Herz Mond Nacht Pferde Romantik Sünde
zitat Und schmacht' ich so mit allen meinen Sinnen
Nach deinem süßen, labungsvollen Kuß,
Und kann nicht Einen Blick von dir gewinnen,
Nicht Einen Hauch, nicht Einen leisen Gruß -
O Traute, welch unseliges Beginnen,
Daß ich von dir mich selbst verbannen muß?
So glühend jung, du Göttin meiner Freuden,
Soll ich vom Sonneblick der Liebe scheiden?

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August Wilhelm Schlegel

Freude Küssen Liebe Sterne Verlangen
zitat Wenn fremde Blicke wachsam uns umgeben,
Und unsre tiefe Sehnsucht, ungestillt,
Sich in der Heiterkeit Geberde hüllt,
Und leise kaum den Busen wagt zu heben:

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August Wilhelm Schlegel

Heiterkeit Herz Küssen Phantasie Sehnsucht Singen