Gedichte von Theodor Fontane (deutscher Schriftsteller)

zitat »Sohn, hier hast du meinen Speer,
Nimm dir viel und dann noch mehr;
Daß die Meere dir gehören,
Brauch' ich dir nicht erst zu schwören,
Aber auch die Terrafirmen
Mußt du Christi will'n beschirmen,
Christi will'n und cottons wegen,
Our Navy gibt den Segen.«

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Theodor Fontane

Herrscher Menschen Streben
zitat Es fliegt ein Stein (die Hand warf ihn gut)
Kräftig, waagrecht über die Flut.
Eine Säule steigt auf, und der Sonne Schein
Malt einen Regenbogen hinein.

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Theodor Fontane

Ruhe See Sonne Stille Strand
zitat Tieck, jung noch, kam zum alten Reil.
»Herr Geheimrat, ich leide schon eine Weil',
Eigentlich hab' ich immer gelitten-
Ich möchte mir Ihren Rat erbitten.«

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Theodor Fontane

Essen Krankheit Schlafen Schmerzen
zitat Steht auf sand'gem Dünenrücken
Eine Fischerhütt' am Strand;
Abendrot und Netze schmücken
Wunderlich die Giebelwand.

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Theodor Fontane

Mädchen See Sehnsucht Strand Tränen Weinen
zitat Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält.
»Wer da!« - »Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan.«

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Theodor Fontane

Krieg Singen Soldaten Tod Trauer
zitat Schwedische Heide, Novembertag,
Der Nebel grau am Boden lag,
Hin über das Steinfeld von Dalarn
Holpert, stolpert ein Räderkarrn.

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Theodor Fontane

Krieg Opfer Pferde Soldaten Tod
zitat Es haben alle Stände
So ihren Degenwert,
Und selbst in Schneiderhände
Kam einst das Heldenschwert;
Drum jeder, der da zünftig
Mit Nadel und mit Scher',
Der mache jetzt und künftig
Vor Derffling sein Honneur.

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Theodor Fontane

Arbeit Feind Held Krieg Leiden Soldaten Tod
zitat Ich will ein Lied euch singen!
Mein Held ist eigner Art:
Ein Zopf vor allen Dingen,
Dreimaster, Knebelbart,
Blitzblank der Rock vom Bürsten
Und jeder Knopf wie Gold -
Ihr merkt, es gilt dem Fürsten,
Dem alten Leopold.

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Theodor Fontane

Character Held Lieder Singen
zitat Joachim Hans von Zieten,
Husarengeneral,
Dem Feind die Stirne bieten,
Er tat's wohl hundert Mal;
Sie haben's all' erfahren,
Wie er die Pelze wusch,
Mit seinen Leibhusaren
Der Zieten aus dem Busch.

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Theodor Fontane

Feind Frieden Held Krieg Soldaten Tod
zitat Es floß ein Bach durch Waldesgrün,
War lauter, klar und rein,
Viel Blümchen an dem Bache blühn,
Und alle nett und fein.

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Theodor Fontane

Blumen Leben Mond Natur Wolken
zitat Ein Dichter, ein echter, der Lyrik betreibt,
Mit einer Köchin ist er beweibt,
Seine Kinder sind schmuddlig und unerzogen,
Kommt der Mietszettelmann, so wird tüchtig gelogen,
Gelogen, gemogelt wird überhaupt viel,
»Fabulieren« ist ja Zweck und Ziel.

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Theodor Fontane

Himmel Lüge Welt Ziel
zitat Herbstsonnenschein. Des Winters Näh'
Verrät ein Flockenpaar;
Es gleicht das erste Flöckchen Schnee
Dem ersten weißen Haar.

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Theodor Fontane

Herbst Schnee Sonne Winter
zitat Das Kind ist krank zum Sterben,
Die Lampe gibt trägen Schein,
Die Mutter spricht: »Mir ist es,
Als wären wir nicht allein.«

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Theodor Fontane

Angst Kinder Krankheit Nacht Sterben Stille
zitat Dort unter dem Kastanienbaum
War's einst so wonnig mir,
Der ersten Liebe schönsten Traum
Verträumt' ich dort mit ihr.

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Theodor Fontane

Abschied Bäume Blumen Erinnerung Traum Vergangenheit
zitat Rauh ging der Wind, der Regen troff,
Schon war ich naß und kalt;
Ich macht' auf einem Bauerhof
Im Schutz des Zaunes halt.

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Theodor Fontane

Meer Regen Sehnsucht Vogel Wind
zitat Um die Sommerszeit sind sie wie andre Menschen
Aus Schwiebus, Reppen oder Bentschen.
Zumal in Bädern, in Ostseefrischen
Sitzt man mit ihnen an selben Tischen,
Und sind auch verschieden der Menschheit Lose,
Gleichmacherisch wirkt die Badehose,
Der alte Adam mit seinen Gebrechen
Läßt manches schweigen und manches sprechen.

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Theodor Fontane

Menschen Sommer Verhalten Winter
zitat Immer Achselzucken (es ist zum Lachen),
Und doch sind wir es, die es machen.

Das Bißchen Deutschland zusammenzuschweißen,
Das lag in der Zeit, das will nicht viel heißen -
Und Sedan? Nach links und rechts zu schwenken,
Ist auch nichts Gefährlichs auszudenken.

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Theodor Fontane

Alter Deutschland Ehre Gefahr Gnade Gott Ruhm Weihnachten
zitat »Unverständlich sind uns die Jungen«
Wird von den Alten beständig gesungen;
Meinerseits möcht ich's damit halten:
»Unverständlich sind mir die Alten.«

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Theodor Fontane

Alter Jugend Menschen Verständnis
zitat Ich hörte sie singen, wenn morgens sie gingen,
Die Herde zu melken, die draußen steht;
Nun hör' ich ihr Wehe, wo immer ich gehe-
Die Blumen des Waldes sind abgemäht.

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Theodor Fontane

Blumen Klagen Singen Wald
zitat Drei Raben saßen auf einem Baum,
Drei schwärzere Raben gab es kaum.
Der eine sprach zu den andern zwei'n:
»Wo nehmen wir unser Frühmahl ein?«

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Theodor Fontane

Bäume Hunde Tod Vogel