Gedichte von Ernst von Wildenbruch (deutscher Schriftsteller und Diplomat)

Ernst von Wildenbruch
Ernst von Wildenbruch war ein deutscher Schriftsteller und Diplomat. Zu Wildenbruchs Gesamtwerk zählen zahlreiche Balladen, Dramen, Romane und Erzählungen. Er ist ein Hauptvertreter des großen gründerzeitlichen Historiendramas der 1880er Jahre und der nationalistischen Bismarcklyrik der Zeit um 1900.

Quelle: Wikipedia

zitat Alt sein heißt ja nicht schwach sein;
es heißt nur doppelt wach sein
für das, was wahr und echt.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Alter Leben Wahrheit
zitat Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Christkind Kälte Schnee Wald Weihnachten Winter
zitat Zu Hersfeld im Kloster der Prior sprach:
„Der Bruder Medardus ward alt und schwach.
Ich glaube, sein Stündlein ist heute gekommen
Geh, Bruder Beicht’ger, hinein zu dem Frommen,
Vernimm das Geständnis von seinen Sünden:
Zwar weiß ich, du wirst nicht viele finden.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Geist Geständnis Hexen Kloster Sterben Trauer
zitat Der Ehre verlustig, am Leben bedroht,
vertrieben von Land und von Thron.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Ehre Flucht Herrscher Sohn Vater
zitat Wer ist jener Mann," König Harald sprach,
"„Dessen Lieder ertönen in Norwegs Land?
Es singt sie der Bauer an seinem Pflug,
Es singt sie der Schiffer am Meeresstrand.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Gräber Herrscher Meer Opfer Singen
zitat Die Rheines-Adler mit lastendem Flug,
sie zogen den schwebenden Kreis,
als Heinrich kam auf Schloß Hammerstein,
Kaiser Heinrich, ein flüchtender Greis.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Alter Berge Heimat Herrscher Nacht
zitat Wenn du mich einstmals verlassen wirst,
Künd' es nicht vorher mir an.
Plötzlich tu's, so ist es geschehn,
Plötzlich sterbe ich dann.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Abschied Gräber Sterben Weinen
zitat Abends, wenn ich zur Ruh geh´,
Denk´ich an meine Grete.
Morgens, wenn ich früh aufsteh´,
Mach´ich´s wie abends späte.
Zwischendurch, so am Vormittag,
Denk´ich, was sie wohl treiben mag.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Abend Gedanken Liebe Nacht Traum
zitat Wenn ich sonst im alten Buch gelesen,
Daß die Liebe Menschen hingerafft,
Sprach ich wohl, ein Märchen ist's gewesen,
Liebe hat ja nicht zum Tödten Kraft.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Freude Lesen Liebe Qualen Sterben
zitat Dunkles Tal zu meinen Füßen,
nur zu Häupten lichte Höhn,
o du Herz in Deutschlands Busen,
Thüringen, wie bist du schön.

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Berge Deutschland Heimat Mond Schönheit Treue
zitat Die Welt wird kalt, die Welt wird stumm,
der Winter-Tod zieht schweigend um;
er zieht das Leilach weiß und dicht
der Erde übers Angesicht -
Schlafe - schlafe

Weiterlesen

Ernst von Wildenbruch

Kinder Nacht Wald Weihnachten Winter