Joachim Ringelnatz Gedichte - Abschied von Renée

Joachim Ringelnatz
Wann sieht ein Walfisch wohl je
Ein Reh? -
Ach du! Renée!
Und führen wir zusammen zur See,
Wir landeten bei den Wilden. -
Sag: Ist es nicht noch schöner, in Schnee
Als in Erde zu bilden?
Und sei auch kein Fuß an dem Sinn;
Es schweben auf tanzender Melodie
Zwei Federn einer Indianerin
Fort, fort in die weite Prärie.
Ade Renée!
Wie dunkelschön war unser Dach,
Als leise wir viere
Zusammenrückten vor Blitz und Krach. -
Ich streichle euch guten Tiere,
Nun ich geh.
Mir ist so dienstmädchen-donnerstagweh,
Weil ich nun weiterfahre.
Und ich war hundert Jahre
Mit dir zusammen,
Renée.

Joachim Ringelnatz (deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler)

Abenteuer Abschied Lustig Meer

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