Theodor Fontane Gedichte - Beutst du dem Geiste seine Nahrung

Theodor Fontane
Beutst du dem Geiste seine Nahrung,
So laß nicht darben dein Gemüt,
Des Lebens höchste Offenbarung
Doch immer aus dem Herzen blüht.

Ein Gruß aus frischer Knabenkehle,
Ja mehr noch, eines Kindes Lall'n,
Kann leuchtender in deine Seele
Wie Weisheit aller Weisen fall'n.

Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen
Erkennst du ganz , was Leben heißt;
O lerne denken mit dem Herzen,
Und lerne fühlen mit dem Geist.

Theodor Fontane (deutscher Schriftsteller)

Erkenntnis Gefühle Geist Herz Offenbarung Seele Weisheit

Weitere Gedichte von Theodor Fontane