Joachim Ringelnatz Gedichte - Freiübungen

Joachim Ringelnatz
Wenn eine Frau in uns Begierden weckt
Und diese Frau hat schon ihr Herz vergeben,
Dann (Arme vorwärts streckt!)
Dann ist es ratsam, daß man sich versteckt.
Denn später (langsam auf den Fersen heben!)
Denn später wird uns ein Gefühl umschweben,
Das von Familiensinn und guten Eltern zeugt.
(Arme – beugt!)
Denn was die Frau an einem Manne reizt,
(Hüften fest – Beine spreizt! – Grundstellung)
Ist Ehrbarkeit. Nur die hat wahren Wert,
Auch auf die Dauer (Ganze Abteilung, kehrt!).
Das ist von beiden Teilen der begehrtste,
Von dem man sagt: (Rumpfbeuge) Das ist der allerwertste.

Joachim Ringelnatz (deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler)

Erotik Familie Frauen Gefühle Herz

Weitere Gedichte von Joachim Ringelnatz

Miliz So gut wie schlecht Nichts geschieht Von einem, dem alles danebenging Fand meinen einen Handschuh wieder Schnauz und Miez Schöne Fraun mit schönen Katzen Nie bist du ohne Nebendir Lustig quasselt Liedchen Der Seriöse Zwei Tannenwurzeln Die Litfaßsäulen Morgenwonne Die Schnupftabaksdose Der Mann der meine Schuhe putzt Der Sperling und das Känguru Im Park Brief auf Hotelpapier Es lebe die Mode! Ein Pflasterstein, der war einmal Angstgebet in Wohnungsnot Die Lupe bietet sich an Bürger, den ich meine Von dem großen Elefanten Der Komiker Heimatlose Winter Was dann? Draußen schneits Ein ehemaliger Matrose fliegt Es war ein Stahlknopf irgendwo Dickhäuter Insel Hiddensee Ein Stück Bierflasche Dreiste Blicke Nebel am Wattenmeer Der Unfall Ein Strolch sieht spielende Kinder Pinguine Der Zahnfleischkranke Das scheue Wort Heimatlose Fliegerleute Der Athlet Die Kartenlegerin Ein männlicher Briefmark erlebte Der Bücherfreund Das Mädchen mit dem Muttermal Aneinander vorbei Das Geschwätz Aus dem Tagebuch eines Bettlers Die Ameisen Septembertag Das Geseires einer Aftermieterin Einsamer Spazierflug Ein ganzes Leben Weihnachten Der Sänger Begrüßung eines soeben Gelandeten Berlin Neuschnee Ansprache eines Fremden Essen ohne Dich Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben Das Schlüsselloch Flugzeuggedanken Aus Eine Zuschauerin im Flughafen Drei Tage Tirol Die Feder Ein Nagel saß in einem Stück Holz Vorfreude auf Weihnachten Die Fliege im Flugzeug Ehrgeiz Das Nasobem Die Frau mit der Reiherfeder Arm Kräutchen Blues Babies Lebhafte Winterstraße Auf dem Fliegenplaneten Der letzte Tag vergangnen Jahrs Aus meiner Kinderzeit Das Turngedicht am Pferd An meinen Lehrer Der sächsische Dialekt Genau besehn Deutsche Sommernacht Sommerfrische In der Neujahrsnacht Der Glückwunsch Auf den eisbedeckten Scheiben An der alten Elster Enttäuschter Badegast Ein Taschenkrebs und ein Känguruh Aus der Kundenkunde Abgesehen von der Profitlüge Die Flucht der Heiligen Familie Arm Kräutchen Großer Vogel Ab Kopenhagen Aus der Vogelkunde Entschuldigungsbrief Die Badewanne Einsiedlers Heiliger Abend Freundschaft Die Krähe Das Herz laviert nicht Ich wollte Dir was dezidieren An M. An meinen Kaktus An die Masse Am Hängetau Der letzte Weg Frucht-Zucht-Frucht Am Barren Aufgebung An M. Ferngruß von Bett zu Bett Freiübungen Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Datteldu An einem Teiche An ein startendes Flugzeug An Alfred Schloßhauer Am Sachsenplatz - Die Nachtigall Ach wie schön, dass Du geboren bist An meinen Zigarettenrauch Abendgebet einer erkälteten Negerin An meine Herberge in Stuttgart August 1929 An Land Abermals in Zwickau Brautnacht Abschied der Seeleute Abschied von Renée